Kürzeres Quaken

Heute quaken Frösche in Puerto Rico anders als in den achtziger Jahren. Der Vergleich von damaligen Tonbandaufnahmen mit aktuellen Daten zeigt, dass der Balzruf von Eleuthereodactylus coqui mittlerweile kürzer und in einer höheren Frequenz ertönt. Als Ursache vermuten die Forscher um Peter Narins von der University of Los Angeles den Klimawandel. Aufgrund höherer Temperaturen hätten die Frösche ihre Körpergröße verringert, schreiben die Forscher in den Proceedings of the Royal Society. Dadurch sei auch das Quaken beeinflusst worden. Weil die kleineren Frösche zu einer insgesamt geringeren Biomasse führt, so fürchtet Narins, könnte sogar die Nahrungskette des Regenwaldes aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

(aus: DIE ZEIT, 10.4.2014)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.