Veränderungsprozesse

In der aktuellen Ausgabe (4.Oktober 2012) der Wochenzeitung „Die Zeit“ habe ich den Artikel über den Klimawandel „Der große Selbstbetrug“ gelesen. Hier wird beschrieben, dass das Ziel die Erderwärmung auf zwei Grad zu beschränken nahezu nicht erreichbar ist, sondern sich die Erde um 4 Grad mehr bis zum Ende des Jahrhunderts aufheizt. „Die wichtigste Voraussetzung menschlicher Zivilisation – dass es nämlich eine natürliche Umgebung gibt, auf die man sich einstellen kann – ist in einer Vier-Grad-Welt nicht erfüllt. Jahreszeiten, Vegetationsmuster, Küstenlinien ändern sich, nicht nur einmal, sondern fortwährend, wahrscheinlich für Jahrhunderte. Der Meeresspiegel steigt schnell. Wälder, sowohl in den Tropen als auch in der nördlichen Hemisphäre, machen Steppen oder Wüsten Platz und setzen dabei gewaltige Mengen Kohlendioxid frei, das den Klimawandel weiter beschleunigt. Dazu kommen unberechenbare Veränderungen der Meeresströmungen in Atlantik und Pazifik mit unabsehbaren Folgen – nicht nur, aber auch für die Temperatur in Europa.“ “ Auch im günstigsten Fall dürfte es Millionen von Menschen das Leben kosten.“

„Der Streit um den Klimaschutz ist ein gesellschaftlicher Konflikt, es geht um Kraftwerke, Verkehrsmittel, Siedlungsstrukturen, es geht um Wachstum und Verzicht, überall stehen Ökoreformer gegen Vertreter des Weiter-so-ähnlich.“

Das bestehende Gleichgewicht ist schon zu gestört und die weiteren zusätzlichen Belastungen des Klimasystems werden nur durch äußerste, kaum zu vollbringende globale Anstrengungen, genügend zu reduzieren sein.

Wir erkennen zu spät, wann ein komplexes System sich stark ändert, obwohl es schon lange Vorwarnungen gab.

Nur durch massives Gegensteuern kann der extreme Ausschlag verhindert werden. Um die Situation zu erkennen und eine längerfristige Verhaltensveränderung zu bewirken ist jedoch ein entsprechendes Bewußtsein des Einzelnen wie der Staatengemeinschaften erforderlich.

Und die Veränderungsprozesse laufen…

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